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Training für Starke Vorbilder – Jetzt Anmelden!

Neues Angebot auf Basis der „Gewaltfreien Kommunikation“

Ich träume von einer Welt, in welcher jeder Mensch, jede Familie und die Unternehmen geprägt sind von warmherziger Menschlichkeit, tiefer Verbundenheit, Vertrauen auf das Leben, erfüllendem Sinn, Lebensfreude und Liebe. Eine Welt, in der Ausbeutung von Mensch und Natur fremd ist. Fremde dafür stets willkommen.

Es gibt viele Menschen, die solche Werte vorleben und damit anderen ein Vorbild sind. Und es werden immer mehr!

Bisher gab ich nur Inhouse-Trainings in meinem eigenen Unternehmen. Jetzt kommt mein erstes Training „in freier Wildbahn“:

Durch mein Trainingsangebot will ich Dir helfen, eine/einer dieser Vorbilder zu werden. Die in meinem Training vermittelte Praxis der „Gewaltfreien Kommunikation“ hat das Potenzial, neues Bewusstsein wachsen zu lassen und so Raum zu schaffen für Gleichwürdigkeit, Integrität, Selbst-Verantwortung und einer Friedfertigkeit, die vom Einzelnen ausstrahlt auf seine Familie, sein Unternehmen und letztendlich auf unsere ganze menschliche Gesellschaft.

Seit vielen Jahren bin ich begeistert von dem „Wunder der Gewaltfreien Kommunikation“. Sie ist weitaus mehr als nur eine Art der Kommunikation. Ihr Begründer, Marshall Rosenberg, nannte sie auch „Eine Sprache des Lebens“, was ihrem eigentlichen Zweck näher kommt: Eine Haltung zu einem selbst, zu anderen und zum Leben an sich.

Was hast Du davon? Du hast die Chance, innerlich ruhiger und zufriedener zu werden. Dich authentischer zeigen zu können, mehr Deine Potenziale zu leben und gelassener zu werden.

Familien erleben einen deutlichen Abbau von Spannungen, lernen einen konstruktiven Umgang mit Konflikten und erleben eine gesteigerte Qualität der Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern. 

Unternehmen profitieren von einer höheren Qualität der Unternehmenskultur. Feedback wird wertschätzender, Konflikte werden auf Augenhöhe ausgetragen, die Anfälligkeit für Burn-Out sinkt.


Fakten und Anmeldung

  • Zielgruppe
    Menschen, die offen sind, an ihrer Persönlichkeit zu arbeiten um Anderen ein Vorbild zu werden.
  • Wann?
    Von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr.
    5 Termine: 29. April, 13. Mai, 27. Mai, 1. Juli, 15. Juli.
  • Wo?
    Heinrich von Stefan Straße 21, Freiburg (Eingang auf der Rückseite des Gebäudes).
  • Kosten
    Freiwilliges Honorar – ihr bezahlt, was Euch die Trainingsstunde wert ist und was ihr Euch leisten könnt. Wer sich an den Marktpreis halten will, gibt 25€ pro Termin.

Anmeldung

Das Angebot läuft unter meiner neuen Webseite „Wandelfreund.de“. Wenn Du teilnehmen willst, dann schreibe mir eine E-Mail an martin@wandelfreund.de.

Kursgröße sind 12 Teilnehmer. Damit wir gut miteinander trainieren können braucht es eine stabile Teilnehmerzahl. Bitte überprüfe deshalb vor Anmeldung, ob Du die fünf Termine wirklich wahrnehmen kannst (und willst).

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Einsichten in die „Verbindende Sprache“

In der GfK unterscheiden zwischen der „trennenden Sprache“ und der „verbindenden Sprache“ (Wolf vs. Giraffe). Viele versuchen, die verbindende Sprache durch eine aus dem Verstand kommende Sprachkonstrukte („Vier Schritte“) zu erreichen.

Das kann zu Ablehnung beim Dialogpartner („Psychologisieren“) führen, der Konstrukte aus dem Verstand kommend als Manipulationsversuch misstraut.

Aber jetzt habe ich verstanden, dass die Verbindung nur dann klappen kann, wenn ich mit mir selbst verbunden bin. Mit meinem Herzen und der Lebensenergie. Habe ich diese Verbindung im Inneren, dann bin ich auch mit allen anderen im Aussen verbunden. Ganz ohne Anstrengung und Sprachkonstrukte.

„Ich muss gar nichts!“

Kennt Ihr das auch, besonders von Jugendlichen, wenn sie wieder mit einem „Du musst aber…“ konfrontiert werden? Dieses trotzige „Ich muss gar nichts!“. Und recht haben sie.

Ein großes Problem in unserer Gesellschaft ist, dass wir Verantwortung für Aktionen und Entscheidungen nicht übernehmen. Und uns hinter „müssen“ und „sollen“ verstecken:

  • „Ich muss arbeiten, um meine Familie zu ernähren!“
  • „Sorry, ich muss jetzt gehen!“

„Müssen“ ist eine Strategie, mit der wir uns ein Bedürfnis zu erfüllen und gleichzeitig die Verantwortung dafür abschieben auf die Umstände, den Vorgesetzten, auf eine höhere Macht. Durch „Müssen“ ordnen wir uns gehorsam dem System unter, machen uns klein und zu fremdbestimmten Marionetten.

Marshall Rosenberg hat diese Sprache auch „Amtssprache“ genannt, durch die Menschen Kriegsverbrechen begingen – einfach, weil sie es mussten. Zuviel Müssen in unserem Leben hat eine bedrückende, schwere Energie. Dieser Zwang, den wir uns unbewusst selbst auferlegen, fühlt sich eng an.

Manchmal merken wir die Wirkung von diesem Zwang körperlich – wenn wir eine Aktion unternehmen, die wir eigentlich gar nicht wollen und dabei einen inneren Widerstand niederkämpfen. Nur allzu oft merken wir dieses Niederkämpfen nicht mehr, sondern handeln automatisch.

Wie kommen wir das raus?

Wir schön wäre es doch, aus dem fremdbestimmte „Müssen“ ins selbstbestimmte „Wollen“ zu kommen? Dazu schreibt Dan Milan in seinem Buch „Universellen Lebensgesetze des friedvollen Kriegers“:

„Solange dir nicht klar ist, dass du jederzeit nein sagen kannst, wirst du niemals wirklich ja sagen können. [..]. Du musst gar nichts. Du brauchst dir nur darüber klar zu werden, dass jedes Tun und jedes Unterlassen Konsequenzen hat. Wenn du bereit bist diese Konsequenzen zu akzeptieren, dann findest du auch Kraft und Freiheit für die Entscheidung, wer und wo du sein und was du tun willst. Dann ist das Leben keine bloße Verpflichtung mehr, sondern eine wunderbare Chance.“ (S.34)

Wir kommen aus dem Zwang raus, indem wir uns bewusst machen, welches Bedürfnis wir uns durch die Handlung oder Entscheidung erfüllen möchten. Und dann bewusst ja zu sagen zu diesem Bedürfnis und der von uns in freien Stücken gewählten Strategie, es zu erfüllen.

Das klingt dann frei und selbstbestimmt:

  • „Ich entscheide mich zu arbeiten, weil mir die finanzielle Sicherheit meiner Familie wichtig ist.“
  • „Sorry, ich gehen jetzt um rechtzeitig Zuhause zu sein, weil mir gemeinsame Zeit beim Abendessen mit meiner Familie wichtig ist.“

Müssen und Sollen kommt auf die neue GfK-Unwortliste – Liste der Wörter, die wir in unserer Sprache durch Alternativen ersetzen können, um Freiheit und Selbstbestimmtheit auszudrücken.

Gfk für und mit Kindern

Kinder haben ein Talent dafür, uns immer wieder in Überlastungssituationen zu bringen. Da brechen in uns dann gerne Muster aus unserer eigenen Kindheit aus, die wir so von uns nicht kannten: Anschreien. Verbal Niedermachen. Drohen. Bestrafen. Schlagen…

Keiner will das wirklich. Und dennoch passiert es täglich im Kontakt Eltern-Kind. Diese ausbrechenden Muster hinterlassen bei den Kindern tiefe Spuren, die sich auf deren ganzes Leben auswirken. Denn die Prägung von Kindern beginnt mit (oder vor) der Geburt und endet mit dem sechsten Lebensjahr – und beeinflusst von da an ihr ganzes Leben (solange sie nicht später daran arbeiten).

Kinder brauchen keine Erziehung – sie brauchen eine kompetente Begleitung ins Leben und lebendige Vorbilder. Die GfK ist ein wunderbares Mittel, kompetent zu werden im Umgang mit Kindern.

Und wir können es ja auch so sehen: durch jede Überlastungssituation habe ich die Chance, an mir und meinen alten Mustern zu arbeiten – durch die Kinder zu wachsen!

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte: die wenigsten Eltern und Bezugspersonen arbeiten daran. Es würde der Gesellschaft gut tun, wenn sich daran etwas ändern würde.

„I am not seeing the world as it is“

I am not seeing the world as it is
I am seeing the world as I am.

Ich sehe die Welt nicht, wie sie ist
Ich sehe die Welt, wie ich bin.

Mein Wahrnehmungsfilter lässt nur durch, er für relevant für mich hält. Entscheidet er, dass etwas nicht wichtig für mich ist, nehme ich es nicht war. Zu allem Überfluss verzerren meine Bewertungen und Beurteilungen mit ihren frühkindlichen Wurzeln meine Wahrnehmung. Das betrifft nicht nur, was ich „jetzt“ wahrnehme, sondern noch viel stärker, was ich mir als erinnerte Wahrnehmung abrufe.

Ich finde es hilfreich zu wissen, dass kaum jemand die Welt sieht, wie sie ist. Sondern, dass die äußere Welt immer im Spiegel der eigenen Innenwelt wahrgenommen wird.

Jeder entwickelt sein eigenes Bild der „Wahrheit“. Jede Variante dieser Wahrheit ist ok und kann ich stehen lassen. Weg-Diskutieren führt zu nichts: „Das siehst Du falsch!“ stimmt eben nicht.

GfK-Trainer im Interview: Klaus Karstädt

Heute möchte ich Euch ein sehenswertes Interview mit dem GfK-Trainer Klaus Karstädt empfehlen. In etwas über einer Stunde gibt er einen tollen Einblick in die Haltung der gewaltfreien Kommunikation.

Heute möchte ich Euch ein sehenswertes Interview mit dem GfK-Trainer Klaus Karstädt empfehlen. In etwas über einer Stunde gibt er einen tollen Einblick in die Haltung der gewaltfreien Kommunikation:

Klaus Karstadt ist ein Urgestein der GfK und in der Szene sehr bekannt. Ich empfand ihn sehr souverän und mit viel Tiefe in diesem Interview.

Wertvoll für meine eigenen Trainings empfand ich seine Weiterentwicklung des Bildes vom Wolf und Giraffe – denn diese beiden polarisierenden/wertenden Bilder standen für mich bisher in Konflikt zur Haltung der GfK:

Stell Dir vor, ich gebe Dir ein Geschenk in einer Verpackung. Und Du lehnst es ab, weil Dir die Verpackung nicht gefällt. So ist es in der Kommunikation. Die Aussage: „Mir liegt sehr viel an Zivilcourage und dass Menschen auch Mutig sind“ verpacken wir in „Du feige Sau!“. Eigentlich will ich Dir mitteilen, um was es mir geht. Aber die Verpackung – das ist der Wolf, das ist an der Oberfläche. Das ist nicht das Wesentliche.

Ich meineFrau Calvez anzumerken, dass sie eine sehr gute Interviewerin ist. Durch dieses Interview hat sie sowohl für Unerfahrene wie auch in der GfK versiertere Menschen viele wichtige Erkenntnisse heraus gearbeitet.

Mehr zu Klaus Karstädt erfahrt Ihr auf seiner Webseite. http://www.k-training.de/

Prädikat: Sehenswert…

Parabel über die zwei Wölfe

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten. Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: „Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden lebt in einer Welt, wo es rachsüchtig, aggressiv zugeht und will zerstören. Der andere hingegen ist in einer Welt, in der es liebevoll, sanft zugeht und nimmt Anteil am Leben anderer.“

Der Junge sitzt eine Weile ruhig da. „Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“ will er wissen.

„Der Wolf“ – der alte Indianer macht eine Pause – „den ich füttere“.

Es ist unsere Entscheidung, welche Wirkung wir in der Welt zeigen wollen – „welchen Wolf wir füttern“. Mit der GfK können wir bewusst den sanften Wolf füttern.